Um eine lange Lebenszeit deiner Uhr zu sichern, bist du grundsätzlich gut beraten, die Uhr vor Stößen, Magnetfeldern, starker Hitze, Wasser sowie vor Chemikalien zu schützen.

  • Die Krone der Uhr sollte beim Tragen immer eingedrückt und festgeschraubt sein.

  • Wir raten dir, deine Uhr nicht selbst zu öffnen, sondern in die Hände eines Experten zu geben, um Schäden zu vermeiden.

  • Schäden die am Gehäuse entstanden sind, sollten umgehend vom Fachmann behoben werden, denn nur ein dicht verschlossenes und unbeschädigtes Gehäuse kann das Uhrwerk optimal schützen.

  • Die Faustregel für eine gut passende Uhr: Zwischen Armband und Handgelenk sollte immer noch ein Finger breit Abstand sein.

  • Die Sonne ist ein großer Feind der Zifferblätter, weil sie zu Verfärbungen und Alterung des Zifferblattes durch UV-Strahlung führen kann. Achte darauf, deine Uhr direkter Sonneneinstrahlung so wenig wie möglich auszusetzen.

 

ANTRIEB

Batterie

  • Du solltest die Batterie einer Quarzuhr alle zwei Jahre kontrollieren. Neben den Umwelteinflüssen, wie zum Beispiel Temperaturschwankungen, ist auch die Art des Quarzwerkes und Ihre Anwendung entscheidend für die Lebensdauer der Batterie. Quarzuhren mit zusätzlichen Funktionen benötigen in der Regel mehr Energie als Quarzuhren ohne Zusatzfunktionen. Daher ist es nicht möglich, eine generelle Angabe über die Lebenszeit einer Batterie zu machen.

  • Falls die batteriebetriebene Uhr stehen bleibt oder ein nachlassen der Batteriespannung anzeigt, solltest du die Batterie ersetzen lassen.

  • Entferne die Batterie aus der Quarzuhr, wenn du weißt, dass diese lange nicht mehr getragen wird.

Mechanisch

  • Wenn du eine Handaufzug- oder Automatikuhr das erste Mal in den Händen hältst, solltest du die Uhr zuerst aufziehen und dann die Zeiger stellen. Werden bei einer stehenden Uhr erst die Zeiger gestellt, können sich die Räder im Uhrwerk frei hin und her bewegen, was dazu führen kann, dass das für einen perfekten Gang notwendige Öl abgestreift wird.

  • Idealerweise ziehst du eine Handaufzuguhr langsam und gleichmäßig auf. Beim Aufziehen wirken Kräfte auf die beteiligten Räder und Radzähne, die beim zu schnellen Aufziehen im schlimmsten Fall zu Beschädigungen an den Radzähnen führen können. Durch das langsame bedachtsame Aufziehen werden diese Bestandteile nicht unnötig abgenutzt.

  • Du erkennst, dass eine Uhr mit Handaufzug voll aufgezogen ist, wenn du die Krone nicht mehr weiter im Uhrzeigersinn, also rechts herum, drehen kannst oder wenn du beim Aufziehen einen Widerstand spürst. 
    Die Zugfeder ist bei Handaufzuguhren mit einem Ende an der Innenwandung des Federhauses befestigt, mit dem anderen Ende am Federkern. Beim Aufziehen wird diese Feder langsam vollständig um den Federkern gewickelt. Wenn dieser Zustand erreicht ist, ist die Uhr voll aufgezogen. Versuchst du jetzt die Uhr weiter aufzuziehen, kann die Zugfeder reißen und die dadurch schlagartig frei werdende Energie kann die Verzahnungen des Räderwerks stark beschädigen.

  • Bei einer mechanischen Uhr sollte die Einstellung der Datumsanzeige nicht zwischen 21 Uhr und 4 Uhr (Faustregel: in der oberen Hälfte des Zifferblatts) vorgenommen werden, da sonst Schäden am Uhrwerk auftreten können.

  • Vermeide es, die Uhr über längere Zeit Magnetfeldern auszusetzen. In allen mechanischen Uhrwerken befinden sich Bestandteile, die sich je nach Stärke des Feldes magnetisieren lassen. Bei manchen Uhren wird deshalb als zusätzlicher Magnetfeldschutz ein Innengehäuse aus Weicheisen eingebaut.

Solar

  • Achte bei einer Solaruhr darauf, diese regelmäßig dem Tageslicht auszusetzen damit sie lange und reibungslos läuft.

 

WASSERDICHTE

  • Wasserdichte ist ein Konstruktionsmerkmal, das durch Stöße, Temperaturschwankungen und dem Einfluss von Fetten oder Kosmetika beeinflusst werden kann. Wenn du deine Uhr zum Schwimmen und Tauchen verwenden möchtest, sollte diese in der übrigen Zeit besonders pfleglich behandelt und gelagert werden und jährlich vom Fachgeschäft auf Wasserdichte überprüft werden.

  • Bringe deine Uhr unverzüglich ins Fachgeschäft, falls sich Kondenswasser unter dem Glas gebildet hat.

  • Trage die Uhr nicht in der Sauna. Durch die extremen Temperaturunterschiede kann sich in der Uhr sehr schnell Kondenswasser bilden, wodurch das Uhrwerk rosten könnte.

 

REINIGUNG

  • Reinige deine Uhr mit Hilfe eines weichen Tuch aus Baumwolle.

  • Wenn du Rückstände von Schweiß, besonders nach dem Sport, regelmäßig abwischst, haben Bänder und Dichtungen des Gehäuses eine wesentlich längere Lebensdauer.

  • Armbanduhren bewahrst du am besten an staubfreien Orten auf. Außerdem sollten extrem niedrige (-10°C) und extrem hohe (+50°C) Temperaturen vermieden werden.

  • Uhren, die bis zu 5 bar wasserdicht sind, sollten grundsätzlich nur feucht abgewischt und niemals unter fließendes Wasser gehalten werden. Uhren mit einer Wasserdichte ab 10 bar können unter fließendem Wasser abgewaschen werden. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass die Krone und Drücker fest verschraubt bzw. eingedrückt und nicht herausgezogen sind.

  • Uhren sollten nie in Ultraschallreinigungsgeräten gesäubert werden, da das hochfrequent schwingende Wasser hierbei auch in wasserdichte Uhrengehäuse eindringen kann.

 

LEDERARMBAND

  • Wenn du deine Armbanduhr täglich trägst, sollte das Lederarmband aus hygienischen Gründen und zur Vermeidung von allergischen Reaktionen ungefähr ein Mal im Jahr ausgetauscht werden. Weil Lederbänder aus natürlichem Material bestehen, können Feuchtigkeit und Verschmutzungen durch das Material aufgenommen werden.

  • Beachte bei Berührung mit Wasser, dass Leder und Verleimungen sehr schnell in Mitleidenschaft gezogen werden können. Gewisse Ledersorten (z.B. Krokodil) sollten überhaupt nicht mit Wasser in Berührung kommen.

  • Wenn eine Reinigung mit Wasser unumgänglich ist, empfiehlt es sich, das Lederband von der Uhr abzunehmen und höchstens oberflächlich mit einer milden Lauge aus Lederseife zu reinigen. Hierbei sollte das Band jedoch auf keinen Fall durchnässt werden.

 

METALLARMBÄNDER

  • Armbänder und Gehäuse aus Metall, egal ob Edelstahl, Titan, Silber oder Gold sollten ausschließlich unter Verwendung eines weichen, feinen Tuchs zum Beispiel aus Mikrofaser und eines milden Oberflächenreinigers gesäubert werden.

  • Vermeide die Anwendung von Schwämmen oder Bürsten, da hier sowohl auf polierten wie auch auf mattieren Oberflächen nicht mehr zu beseitigende Scheuer- und Kratzstellen entstehen.

  • Ebenso sollte man die Verwendung von imprägnierten Schmuck- oder Silberreinigungstüchern unterlassen, da diese teilweise mineralische Putzkörperchen enthalten, die Mikrokratzer auf den feinen Oberflächen verursachen können.

  • Benutze keine aggressiven Reiniger, Lösungsmittel oder sogenannte Metallreinigungs- oder Polierpasten. Diese können das Material angreifen.